Pfarrei - Filiale Brand - Geschichte

Abriss der Ortsgeschichte

Die Erwähnung eines Adligen "Hermann von Brandau" 1258 beweist die Existenz eines Dorfes mit dem Namen Brandau, es dürfte Anfang des 12 Jahrhunderts entstanden sein. Ein Albert von Brandau wird unter den Abtsmördern 1272 aufgeführt. Nach jahrelangen Kämpfen zwischen Würzburg und Fulda kommt der Ort Brandau in einem Vergleich der beiden feindlichen geistlichen Herrschaften von 1282 ausdrücklich vor. Die Burg Eberstein sollte von den ehemaligen Gegnern zerstört werden, in Brandau eine Burg gebaut und der Ort zur Stadt erhoben werden. Die Burg wurde geteilt, nach 1326 aber nicht mehr erwähnt. Der Burggraben ist im Gelände noch heute zu erkennen, auch altertümliche Keller unter zwei Häusern. Sie stammen wohl von der Burg her. Eine Stadt ist nicht entstanden. Die Einwohner wurden teils Fulda, teils Würzburg zugeordnet, wie ein Kaufvertrag von 1419 beweist. Um 1300 wird Brandau wie die anderen Dörfer des Ulstertales verlassen. 1476 besagt eine Urkunde, dass sieben Bauern von den Herrn von Ebersberg in der Wüstung Brandau angesiedelt werden. 1522 wurde nach der Jahreszahl im Türbogen eine Kapelle errichtet. 1564 ist Brand unter den Herrn von Thüngen evangelisch und gehört zur Pfarrei Wüstensachsen. 1675 kommt ganz Brand nach mehreren Herrschaftswechseln unter fuldische Herrschaft zum Amt Bieberstein. 1701 wird die Kirche, die nun Würzburg untersteht, erneuert. 1722 wird es als Filiale in Batten eingepfarrt. 1789 erbaut man eine Schule außerhalb des Ortes. Nach dem Ende des Hochstifts und der französischen Herrschaft wird ein Teil des Amtes Bieberstein 1816 Bayern zugeschlagen, darunter auch Brand. 1822 gelangt es unter die Pfarrei Reulbach. Von 1822 bis 1833 führt es einen aufwändigen, aber erfolglosen Prozess mit Dietges wegen eines Waldbesitzes. 1825 erbaut es eine neue Schule (heute "Brandenburg"). Nach 1866 gelangen die ehemals fuldischen, dann bayrischen Gebiete an Preußen, das zuständige Landratsamt ist in Gersfeld. - bis 1932. 1921 wird Brand an das Stromnetz angeschlossen, früher als andere Gemeinden der Umgebung. 1936 beginnt man mit der Umlegung, die aber wegen des Krieges nicht abgeschlossen, erst 1948 vollendet wird. 1946 nimmt die Gemeinde 53 Vertriebene auf, ein Zuwachs um rund ein Drittel! 1950 wird ein Back- und Spritzenhaus gebenüber der Kirche gebaut, 1956 wird die Dorfstraße begradigt und geteert. 1969 wird die Schule geschlossen und dort eine Gastwirtschaft eingerichtet. 1970 wird ein Spielplatz angelegt.