Pfarrei - Reulbach - Ortsgeschichte

Die Ortsgeschichte

Bei der ersten Erwähnung im Jahre 1303 wurde Reulbach als Rügelberg genannt. Dann folgten die Ortsnamen Ruwelberg, Reuelberg, Rewlberg und Rewlbach, bis sich die heutige Ortsbezeichnung Reulbach entwickelte.

Als ein ursprünglicher Lehenbesitz von Alb. von Brandowe ging Reulbach 1361 zu Lehen an die Ritter von Brand.

Nach der Wüstungsperiode 1400-1500 wurde Reulbach Anfang des 16. Jahrhunderts wieder besiedelt und bestand aus sieben Höfen.

Im Jahr 1572 verkaufte Albrecht von Steinau-Steinrück Reulbach an Karl V. von Thyngen, über den die Reichsacht ausgesprochen wurde, weil er die von ihm aufgenommenen Schulden nicht zurückzahlen konnte.

Für die Reulbacher war es eine gute Gelegenheit, sich von der Huldigung an die Söhne Karls V. von Thyngen zu befreien. Der Fürstbischof von Würzburg Phillip Adolph von Ehrenberg gewährte ihnen 1617 den erhofften Schutz. Ihm verdankt der gleichnamige Berg seinen Namen.

Vom Juli bis Oktober 1635 brach die Pest aus, die das Leben von 108 Dorfbewohnern forderte.

Im Jahr 1661 kaufte der würzburgische Fürstbischof Johann Phillip von Schönborn die Besitzrechte der Thyngischen Erben. Später wurde die beantragte Waldnutzungsfläche des Bornberges den Reulbachern erblich überlassen.

Im Zuge der Säkularisation kam Reulbach zum Großherzogtum Würzburg und nach seinem Zusammenbruch zum Königreich Bayern. Nachdem Österreich den Krieg mit Preußen verlor, trat Bayern den Bezirk Gersfeld an Preußen ab, dem Reulbach eingegliedert wurde. Damit ging eine 550-jährige fränkische und würzburgische Geschichte Reulbachs zu Ende. Nach der Auflösung des Kreises Gersfeld ging Reulbach in den Landkreis Fulda über. Die kommunale Selbstständigkeit verlor die Gemeinde Reulbach 1972 im Rahmen der Gebietsreform. Reulbach wurde zum Ortsteil der neu gegründeten Gemeinde Ehrenberg.