Pfarrei - Reulbach - St. Martinskapelle - Entstehung

Die Entstehung

Martin Menz wanderte gerne in den Bergen und bewunderte dort, oft an idyllisch gelegenen Plätzen, kleine Kirchen und Kapellen. In der Gemarkung Reulbach, einem kleinen Dorf in der Rhön gibt es zwar eine wunderschöne Dorfkirche (St. Jakobus d. Ä) und eine nahe gelegene Mariengrotte, jedoch gab es im näheren Umkreis keine Kapelle.

So entstand der Plan, auch nahe seines Heimatortes eine Kapelle zu errichten. Leider erlag er im Sommer 2000 einem Krebsleiden, so dass er sein Vorhaben nicht mehr selbst in die Tat umsetzen konnte. Seine Familie griff die Idee wieder auf und erbaute in den Jahren 2003 bis 2005 die St. Martinskapelle am Ehrenberg über Reulbach.

Der Ort für die Kapelle
Reulbach liegt am Fuße des Ehrenberges, nach dem die Großgemeinde benannt wurde. Unterhalb des Gipfels vom Ehrenberg wurde in früheren Jahren eine kleine Kalkkiesgrube betrieben, bis deren Vorkommen erschöpft und eine Nische im Berg entstanden war. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick weit ins Tal hinein, das vom Panorama der umliegenden schönsten und höchsten Berge der hessischen Rhön umsäumt wird, der Wasserkuppe (956 m), der Milseburg (835 m), dem Schafstein (832 m) und anderen kleineren Höhen.

Dieser Platz, so stand es für Martin Menz von jeher fest, war der Ort für die Kapelle.


Baubeschreibung
Die Kapelle gründet auf einem massiven Betonfundament, auf das ein original verzimmerter Fachwerkbau aufgesetzt wurde. Dieser wird von einer Fassadenschalung aus öl-hitze-behandelten Brettern verdeckt. (Ein von Martin Menz entwickeltes Verfahren, bei dem nur durch Einwirkung von Hitze das Holz ohne Einsatz von Bioziden resistenter gegen Zerstörung durch Pilze wird.)

Das Dach einschließlich Glockenturm ist mit roten Bieberschwanzziegeln eingedeckt.

Innen hat die Kapelle einen hellen Putz, damit die Ästhetik der Innenausstattung zur Geltung kommt. Mit ihrer Größe von vier mal sechs Metern steht sie als kleine Kirche am Berg.