Geschichte der Pfarrei

Reulbach wurde ab dem 13. Jahrhundert von einem in Hilders residierenden Pfarrer seelsorgerisch betreut. Hilders war eine Tochterpfarrei der Urpfarrei Unterkatz, die sich ursprünglich von Brand bis fast nach Meiningen erstreckte. Die Pfarrei Hilders umfasste die Dörfer des oberen Ulstertales und des Brandtales.


Als sich Balthasar von Steinau-Steinrück dem Protestantismus anschloss, berief er den Markus Sebander, um die neue Lehre im Dorf einzuführen. Im Jahr 1555 wurde Reulbach Filiale der protestantisch gewordenen Pfarrei in Wüstensachsen.


Im Zuge der Gegenreformation kehrten die Reulbacher am 8. Februar 1628 zum katholischen Glauben zurück und gehörten der Pfarrei Hilders an.


Nach der Errichtung der katholischen Pfarrei in Wüstensachsen durch den Würzburger Fürstbischof wurde Reulbach zu einer Filiale von Wüstensachsen.


Am 31. Juli 1731 erfolgte die Ernennung des ersten Pfarrers für Reulbach. Damit Reulbach als Filiale von Wüstensachsen zur Pfarrei erhoben werden konnte, verpflichtete sich die Gemeinde, ein Pfarrhaus, eine Scheune und eine Stallung zu bauen und zu unterhalten.


Am 20. Dezember 1732 wurde Reulbach als Pfarrei errichtet. Seit 1871 gehört die Pfarrei Reulbach zum Bistum Fulda.

Urkunde Pfarreierrichtung
 

Die Patrone

Hl. Jakobus der Ältere

Der hl. Jakobus der Ältere, auch Jakobus der Große genannt, war einer der zwölf Apostel Jesu. Als Fischer arbeitete er gemeinsam mit Andreas und Simon Petrus am See Genesaret. Er gehörte zu den erstberufenen Aposteln. Zusammen mit Petrus und Johannes war er Zeuge der Auferweckung der Tochter des Jairus. Er durfte an der Verklärung Jesu und an seiner Todesangst im Garten Getsemanie teilhaben.
Nach der Auferstehung Jesu befand sich Jakobus in Jerusalem. Nach der Apostelgeschichte gab er sein Leben für Jesus hin. Ca. 44 nach Christus wurde er vom Herodes Agryppa I. hingerichtet.


Seit dem 8. Jahrhundert ist der Jakobustag als ein Festtag nachweisbar. Sein Gedenktag ist am 25. Juli. Der hl. Jakobus der Ältere ist Schutzpatron von Spanien, der Pilger, Arbeiter, Apotheker und Drogisten.

 

Hl. Martin

Der hl. Martin von Tours wurde um 316/317 in Sabaria, römische Provinz Pannonien, dem heutigen Szombathely, in Ungarn als Sohn eines römischen Militärbeamten geboren. Später war er selbst Soldat unter Cäsar Julian.
Im Jahr 356 quittierte er aus christlicher Überzeugung seinen Kriegsdienst als römischer Offizier. Er lebte als asketischer Mönch und wurde am 4. Juni 372 zum Bischof von Tours (Frankreich) und Trier geweiht.


Um das Jahr 338 war Martin als Soldat in Amiens stationiert, einer Stadt ca. 115 km nördlich von Paris im heutigen Department Somme. Die Legende erzählt, dass er dort im Winter einen armen, unbekleideten Mann traf. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab die Hälfte dem Armen.


Eine andere Legende besagt, dass Martin im Jahr 371 in Tours zum Bischof ernannt werden sollte. Da er andere Pläne hatte, versteckte er sich in einem Gänsestall. Die aufgeregt schnatternden Gänse verrieten aber sein Versteck und er musste das Bischofsamt antreten. Dieses Ereignis soll am 11. November (Gedenktag) stattgefunden haben.

 

Geschichte des Ortes

Bei der ersten Erwähnung im Jahre 1303 wurde Reulbach als Rügelberg genannt. Dann folgten die Ortsnamen Ruwelberg, Reuelberg, Rewlberg und Rewlbach, bis sich die heutige Ortsbezeichnung Reulbach entwickelte.
Als ein ursprünglicher Lehenbesitz von Alb. von Brandowe ging Reulbach 1361 zu Lehen an die Ritter von Brand.
Nach der Wüstungsperiode 1400-1500 wurde Reulbach Anfang des 16. Jahrhunderts wieder besiedelt und bestand aus sieben Höfen.
Im Jahr 1572 verkaufte Albrecht von Steinau-Steinrück Reulbach an Karl V. von Thyngen, über den die Reichsacht ausgesprochen wurde, weil er die von ihm aufgenommenen Schulden nicht zurückzahlen konnte.


Für die Reulbacher war es eine gute Gelegenheit, sich von der Huldigung an die Söhne Karls V. von Thyngen zu befreien. Der Fürstbischof von Würzburg Phillip Adolph von Ehrenberg gewährte ihnen 1617 den erhofften Schutz. Ihm verdankt der gleichnamige Berg seinen Namen.
Vom Juli bis Oktober 1635 brach die Pest aus, die das Leben von 108 Dorfbewohnern forderte.
Im Jahr 1661 kaufte der würzburgische Fürstbischof Johann Phillip von Schönborn die Besitzrechte der Thyngischen Erben. Später wurde die beantragte Waldnutzungsfläche des Bornberges den Reulbachern erblich überlassen.


Im Zuge der Säkularisation kam Reulbach zum Großherzogtum Würzburg und nach seinem Zusammenbruch zum Königreich Bayern. Nachdem Österreich den Krieg mit Preußen verlor, trat Bayern den Bezirk Gersfeld an Preußen ab, dem Reulbach eingegliedert wurde. Damit ging eine 550-jährige fränkische und würzburgische Geschichte Reulbachs zu Ende. Nach der Auflösung des Kreises Gersfeld ging Reulbach in den Landkreis Fulda über. Die kommunale Selbstständigkeit verlor die Gemeinde Reulbach 1972 im Rahmen der Gebietsreform. Reulbach wurde zum Ortsteil der neu gegründeten Gemeinde Ehrenberg.

Gedenkstein 700 Jahre Reulbach
 

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