Reulbacher Pfarrkirche St. Jakobus

Die Pfarrkirche St. Jakobus d.Ä.

Geschichte

Die heutige Sakristei ist die einstige Kapelle von 1572
Die heutige Sakristei ist die einstige Kapelle von 1572

Die erste Kirche wurde 1572 als eine größere Kapelle gebaut. Die heutige Sakristei hinter dem Chor ist die alte Kapelle von 1522.

Im Jahr 1598 erhielt die Kapelle die erste Glocke.


Bevor 1675 Reulbach zur Filiale von Wüstensachsen wurde, ist 1666 das Kirchlein renoviert und um einen Chor mit einem Türmlein erweitert worden.

1668 baute die Firma Hey aus Sondheim eine neue Orgel ein.


Im Jahr 1752 wurde das Kirchlein unter der Leitung des Kirchenbaumeisters Johann Müller aus Arnstein in Franken erweitert. Von der alten Kirche blieb nur der Chorraum mit seinem starken Mauerwerk, auf dem ein neuer Glockenturm gebaut wurde, erhalten. Mit den Steinen aus Winkelweg und Holz aus Weißbach, Ginolfs und Roth wurde das Kirchenschiff verbreitert und nach Westen verlängert. Im Innern wurde der Chorbogen erneuert und eine neue Orgelempore gebaut. Die Sakristei und der Chorraum wurden der neuen Höhe angepasst. Am 30. Oktober 1752 wurde die neu erweiterte Kirche vom Pfarrer Kaspar Breidung benediziert.


1952 erhielt die Kirche einen neuen Außenputz und das neu eingedeckte Kirchdach.

1968 wurde unter der Leitung des Architekten Herrn Flügel die Innenrenovierung durchgeführt.

In den Jahren 1992/1993 erhielt der Außenputz eine ursprüngliche Farbgebung. Das Kirchdach wurde erneuert und der Kirchturm mit Schiefer neu eingedeckt.

Rundgang


  • Hauptportal

    Haupttportal

    Das Hauptportal schmückt ein Wappenstein des Fürstbischofs Karl Philipp von Greifenklau.

     
  • Hochaltar

    Hochaltar

    Der Hochaltar wurde im ländlichen Barock errichtet. Mittig auf einem sarkophag-förmigen Altartisch steht ein von einem Fuldaer Kunstschlosser geschaffener und am 8.10.1947 eingesetzter Tabernakel. Darauf befindet sich das Sakramentshäuschen für die Aufbewahrung des Allerheiligsten und für Anbetungsandachten. Den Tabernakelabschluss bildet das in Holz geschnitzte Lamm auf einem Buch mit sieben Siegeln.Das Altarbild, eine Schenkung des Würzburger Weihbischofs Bernard Mayer aus dem Jahr 1737, hat die Darstellung der Mariä Aufnahme in den Himmel sowie ihre Krönung zum Inhalt. Zur Umrahmung des Altarbildes gehören auf beiden Seiten je zwei Säulen, die einen Hintergrund für die Assistenzfiguren bilden. Auf der linken Seite befindet sich der Patron der Pfarrkirche und der Kirchengemeinde der hl. Jakobus, der Ältere. Rechts von ihm steht die Statue des zweiten Kirchen- und Pfarreipatrons, des hl. Martin von Tour.

    Ursprünglich schloss der Hochaltar mit einer in Holz geschnitzten Darstellung der Dreifaltigkeit Gottes. Im Jahr 1922 löste sich die Holzplastik und zerschellte. Der Fuldaer Kirchenmaler Wilhelm Lötters schuf auf dem Hintergrund von Strahlen einen Ersatz. Der Künstler vertrat die Überzeugung, dass Jesus Christus als die zweite Person des einen Gottes tatsächlich und immer zugegen ist, und stellte auf einer Leinwand nur den Gott Vater und mit dem Bild einer Taube den Heiligen Geist dar. Von beiden Seiten des Bildes erstreckten sich zwei Volutenausläufe, die mit einem Gebälk mit Vorhangschabracken verbunden sind.

    Im Zuge der Konzilsreform wurde die vorhandene Kommunionbank abgerissen. Aus den Einzelteilen entstanden ein neuer Zelebrationsaltar und ein Ambo für den Wortgottesdienst.

     
  • Marienaltar

    Marienaltar

    Der Marienaltar steht auf der linken Seite des Kirchenhauptschiffes. In seiner Mitte befindet sich eine Nische, die in ihrem oberen Teil die Vorhangschabracken schmücken. Die Nische bekrönt ein Gesims mit Marienmonogramm. Darin befindet sich eine Statue der Muttergottes Maria mit dem Kind Jesus mit einer Krone. Den Rahmen der Altarmitte bilden zwei korinthische Säulen, bzw. flach aus der Altarwand hervortretende Pfeiler, mit ihrem hohen Teil zwischen Kapitellplatte und dem weit überstehenden Gesims, auf dem je eine Vase und ein Engel ihren Platz fanden.

    An der Stelle der Kapitelle sind Voluten zu sehen. Zu den Assistenzfiguren gehören auf der linken Seite die Holzstatue des hl. Joachim, des Vaters der Muttergottes und die Holzplastik der hl. Anna, der Mutter Marias.

    Unter dem Marienaltar befindet sich die Grabstätte des Reulbacher Pfarrers Johann Reuss aus Euerdorf.

     
  • Josefsaltar

    Der Josefsaltar befindet sich auf der rechten Seite des Kirchenschiffes. Seine Altarmitte bildet eine Nische mit Vorhangschabracken. Die Nische schmückt ein Gesims mit einem Josefsmonogramm. Darin befindet sich eine aus Holz geschnitzte Figur des hl. Josef, die noch aus der fränkischen Zeit stammen soll. Links und rechts von der Altarmitte stehen zwei korinthische Säulen, bzw. flach aus der Altarwand hervortretende Pfeiler, mit ihrem hohen Teil zwischen Kapitellplatte und dem weit herausragendem Gesims, auf dem je eine Vase und ein Engel stehen. Die Voluten an den Pilastern dienen als Ersatz für die Kapitelle. Zu den Assistenzfiguren gehören auf der linken Seite die in Holz geschnitzte Figur des hl. Johannes Nepomuk und des hl. Aloysius Gonzaga auf der rechten Seite.

    Josefsaltar
     
  • Kreuzweg

    Anlässlich des 300. Skapulierfestes und der 230-Jahr-Feier der Kirchengemeinde St. Jakobus der Ältere wurde mit Unterstützung der Pfarrgemeinde ein moderner Kreuzweg in der Pfarrkirche errichtet. Die Weihe der 15 Kreuzwegstationen nahm am 12. Juni 1984 der Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba vor. Die Stationen wurden von dem aus Motten stammenden Küstler August Herbert geschaffen und enstanden in der "Otto Birkenbach Holzschnitzerei" in Riezlern.

    Kreuzweg
     
  • Kanzel

    Kanzel

    Die Kanzel wurde aus Holz im Rokokostil errichtet und der Kanzelkörper an der rechten Wand des Kirchenschiffes befestigt. Sie besteht aus dem Treppenaufgang, dem Kanzelkorb und dem Schalldeckel. Der Treppenaufgang mit einer geschlossenen und reichlich geschmückten Brüstung führt zum Kanzelkorb hinauf. Am oberen Ende der Brüstungsaußenseite ist ein Kreuz zu sehen, das in seinem Fußbereich eine Rose ziert.

    Auf dem Kanzelkorb mit einer Rückwand bzw. auf seiner Brüstung sind die vier Evangelisten als Schnitzarbeiten mit je einer Schreibfeder und einem Buch abgebildet: Der hl. Markus mit dem Löwen, der hl. Matthäus mit dem Engel, der hl. Lukas mit dem Stier und der hl. Johannes mit dem Adler. Den Auslauf seines unteren Teils schließt eine große Rose.


    Über dem Kanzelkorb befindet sich eine zwiebelförmige Kanzelhaube mit einem herausragendem Gesims und Vorhang-schabracken. In einer Vertiefung der unteren Holzfläche des Kanzelhimmels ist die Holzplastik einer Taube als das Symbol für den Heiligen Geist angebracht. Die Zwiebelhaube der Kanzel bildet einen Schalldeckel, der einer besseren Akustik diente. Den glanzvollen Höhepunkt des Schalldeckels bildet eine Holzfigur des Auferstandenen mit einer Siegerfahne.

     
  • Taufstein

    Der Taufstein mit der Jahreszahl 1581 wurde aus einem Sandsteinblock gehauen und stammt aus der ersten Kirche, als Reulbach noch protestantisch war. Er steht auf der linken Seite des Kirchenschiffes, in einer aus dem ehemaligen Seiteneingang der Kirche dafür errichteten Nische. Seine kurze steinerne Säule auf einem runden Sockel schmücken schräge und breite eingemeißelte Kannelüren. Darauf befindet sich das steinerne schmale runde Becken. Auf seiner unteren Seite hat es ein leicht herausragendes rundförmiges Gesims und auf der oberen Seite ein flaches Gesims. Die Steinfläche zwischen den Gesimsen zieren schräge schmale und sich teils kreuzende Kannelüren. Auf der Frontseite des Taufbecken ist das herzförmige Wappen der Herren von Steinau gen. Steinrück zu sehen. Ein Bleckdeckel mit Blattornamenten, den ein kleines Kreuz bekrönt, bildet den Abschluss des Taufsteines.

    Taufstein
     
  • Empore

    Empore

    Das in 1666 erweiterte Kirchlein erhielt im Zuge eines weiteren Ausbaus eine neue Orgelempore. Sie wurde 1968 mit dazugehöriger Treppe abgetragen und durch eine neue ersetzt.

    Die erste Orgel für die Kirche baute die Firma Hey aus Sondheim im Jahr 1668. Ihre Disposition ist nicht mehr bekannt. Der vorhandene mit Rokokoornamenten geschmückte Prospekt besteht aus einem höherem Mittelturm, 2 Flachfeldern und 2 Spitztürmen. Bei Erhaltung des barocken Gehäuses wurde 1969 von der gleichen Firma eine neue Orgel gebaut, die am Sonntag des Skapulierfestes, dem 27. Juli 1969, um 14.00 Uhr, eingeweiht wurde.

     

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